Freitag

Das Ding mit den Beziehungen - Wie ist das eigentlich mit der Liebe?


Beziehungen… ein unerschöpfliches Thema, oder? Bei mir im Bekanntenkreis gab es jetzt wieder mal eine Trennung und die hat mich zum Nachdenken gebracht. Hat der Klassiker der langfristigen monogamen Beziehung ausgedient? Schaffen wir es nicht um gemeinsam durch lange Täler zu gehen und wenn nein, warum nicht? In den Zwanzigern waren Trennungen ja fast noch an der Tagesordnung und verliebt und entliebt war man rech zügig :D. Aber irgendwann, wenn man älter wird… sehnen wir uns da nicht alle nach Beständigkeit und Sicherheit? Na klar muss man sich vielleicht auch mit Ü40 mal fragen: Wo hört die Beständigkeit auf und wo fängt die Bequemlichkeit an, aber ist die Antwort auf eine Krise dann automatisch Trennung? …

  … jeder kann für sich sorgen und kommt alleine klar - wozu also kämpfen, macht ja nur Stress.

Auf der einen Seite finde ich es großartig, das unsere Frauen-Generation nicht mehr abhängig ist vom Geldbeutel der Ehemänner und diese Abhängigkeit war sicher einer der Hauptgründe dafür, dass sich noch in unserer Elterngeneration viele Paare NICHT trennten, obwohl es vielleicht besser gewesen wäre. Heute wiederum habe ich manchmal den Eindruck Paare geben oft zu schnell auf. Man ist ja nicht anhängig von einander - jeder kann für sich sorgen und kommt alleine klar - wozu also kämpfen, macht ja nur Stress. Klingt irgendwie logisch, aber vertut man da nicht auch oft eine Chance…? Eine Chance auf eine innige, tiefe Bindung zu einem anderen Menschen, die erst durch Grabenkämpfe, Tränen und richtige heftige Streits das werden kann was sie sein sollte – eine festes Fundament auf dem zwei Menschen auf Augenhöhe miteinander leben?

Ist das eine Wunschvorstellung? Kann schon sein :). Selbstverständlich habe ich im meinem Umfeld auch schon Trennungen erlebt, um die man nicht umhin kam und wo es definitif besser war, dass diese beiden Menschen getrennte Wege gehen… aber allegmein wünschte ich mir irgendwie ein bisschen mehr Durchhaltevermögen und vielleicht auch Ehrgeiz. Dabei spielt es in meine Augen keine Rolle, ob Kinder zur Familie gehören oder nicht – ja, es ist gut, wenn sich Eltern wieder zusammenraufen – nein, es ist nicht gut, wenn sie das ausschließlich wegen der Kinder tun. Irgendwann sind die Kinder groß… und dann? Hinzu kommt noch, dass Kinder mit unglücklichen Eltern sicher auch nicht glücklicher sind – aber da kann man sicher anderer Meinung sein. 

… braucht die Liebe jetzt auch schon Trends? 

Gibt es Alternativen? In der heutigen Zeit geht ja eigentlich erst mal alles – egal ob 70iger Kommunenrevival, Swingen oder Dreierbeziehung. Selbst die Brigitte bezeichent "Polyamory" als neuen "Liebestrend" - braucht die Liebe jetzt auch schon Trends? Versteht mich nicht falsch, jeder soll so glücklich werden wie es für ihn am schönsten ist. Ich für mich habe den Glauben an Monogamie und den einen Menschen aber noch nicht verloren :). Natürlich habe ich, als Teil einer festen Beziehung auch gut reden, aber eins steht für mich fest: ich brauche keine neuen Liebestrends und andere Alternativen nur manchmal eben ein bisschen Kampfgeist.

Schönes Wochenende Ihr Lieben!
LG Chrissie
SHARE:
Blogger Template Created by pipdig