Juvedérm Presselunch – Aging is living

… was fällt Euch spontan ein bei: Das böse Wort mit "A"? "Alter"? Tja, damit liegt Ihr nicht ganz falsch. Die Gedanken, die sich eine durchschnittliche 40-jährige zu diesem Thema macht sind vielschichtig. Dabei spreche ich nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern auch auf Basis zahlreicher Gespräche mit meinen Mädels, anderen Bloggern und vielen Frauen, die mir auf unterschiedlichsten Events begenet sind.

Entsprechend gespannt bin ich so vor ein paar Wochen nach Hamburg gereist, um u.a. mit einigen Beauty-Redakteurinnen bekannter Frauenmagazine und Lifestyle-Titel an einem Presselunch teilzunehmen. Es ging um "Juvederm", einen Faltenfiller auf Hyaluronsäure Basis aus dem Hause Allergan. Einigen von Euch ist das Unternehmen vielleicht bereits als Hersteller von Botox (nein, Botox ist KEIN Produkt sondern ein Markenname ;) Botulinumtoxin ist die Substanz) bekannt.

Was bedeuten Schönheit und Pflege?

Zum Einstieg haben wir uns ganz allgemein mit den Themen Schönheit und Pflege beschäftigt - spannend um mal zu schauen, wo man sich selbst vielleicht wiederfindet ist die Grafik unten.
Grundsätzlich stehe ich den Themen Altern, Falten und allem was damit zusammenhängt recht entspannt gegenüber. Aber ich hab auch leicht reden, weil ich, trotz Ü40, nur sehr dezent mit äußeren Alters-Anzeichen wie zum Beispiel Falten zu kämpfen habe – das ist aber, lasst uns ehrlich sein, pures Glück. Prinzipiell mag ich jedoch Sätze, die mit "Nein, dass würde ich NIIEEEE machen!" nicht besonders gern :) – sag niemals "Nie" hat sich in meinem Augen dazu schon viel zu oft bewahrheitet. Also hatte ich mir fest vorgenommen ehrlich vorurteilsfrei an die Thematik heranzugehen.

Die Fakten:

Ja, es geht um das Unterspritzen der Haut. Ja, dazu braucht man einen Arzt, Ja, es ist ein Eingriff. Soweit so gut, aber bei dieser Veranstaltung hat man ein bisschen tiefer gegraben und sich mit der Einstellung, vor allem deutscher Frauen (auch im Vergleich zum Rest der europäischen Damenwelt), zu Schönheitseingriffen beschäftigt.

Das Fazit: "Wer schön sein will muss leiden" - dieser Ausspruch könnte tatsächlich hier bei uns geprägt worden sein - und mit "leiden" ist nicht der Pixer einer Spritze gemeint ;). Hier gilt allgemein die Maxime: Schönheit muss man sich hart erarbeiten! Gern mit Sport, gesunder Ernährung und vor allem viel Disziplin. Das man auch auf anderen Wegen seinem persönlichen Wunschbild näher kommen kann, ist eher verpönt.
Frau Dr A. Borkenhagen
PD Dr. Ada Borkenhagen bei Ihrem Vortrag.

Solche und andere Gründe spielen wahrscheinlich eine wichtige Rolle in der Bewertung von Schönheits-OPs. Laut Allergan stehen speziell die deutschen Damen Eingriffen dieser Art skeptisch gegenüber. Andere Länder andere Sitten gilt auch hier, denn in Südeuropa zum Beispiel hätten die Mädels eine andere Einstellung zu diesem Themenbereich. Dort sei man Eingriffen gegenüber offener.

Beleuchtet wurde die Thematik an diesem Vormittag aus unterschiedlichsten Blickwinkeln. PD Dr. Ada Borkenhagen Psychologin mit Schwerpunkt Schönheitsmedizin aus Berlin betrachtete das Thema aus psychologischer Sicht und meinte: "Eine medizinisch-ästhetische Behandlung kann dabei helfen, so auszusehen, wie es der eigenen inneren Wahrnehmung entspricht“.

© Dr. Gregor Wahl
Dr. Gregor Wahl, Experte für ästhetische Dermatologie, ebenfalls aus Berlin erläuterte uns die Ausführung solcher Eingriffe und berichtete in seinem Vortrag: „Dermalfiller werden fälschlicherweise oft mit einem unnatürlichen Aussehen assoziiert“. Dies ist auch kulturbedingt. In anderen Ländern ist es manchmal gewollt, einen deutlichen Unterschied nach einer Behandlung zu sehen. In Deutschland haben wir dagegen ein sehr hohes Niveau an natürlich und harmonisch wirkenden Behandlungen erreicht – durch ständige Fortbildungen und qualitativ hochwertige Produkte.
Die Mehrzahl meiner Patienten will, dass die Behandlung nachher nicht ins Auge fällt, sondern einfach frischer und erholter aussehen.“. An den wirklich beeindruckenden Vorher-Nacher-Fotos einiger Patientinnen kann ich Euch aus rechtlichen Gründen nicht teilhaben lassen, aber die Ergebnisse waren überzeugend. Mit geringem zeitlichen und medizinischen Aufwand kann man heute viel erreichen.

Für mich persönlich habe ich mitgenommen, dass ästhetische Gesichts-Eingriffe nicht zwingend mit glattgezogenen Hollywood-Grusel-Masken zu tun haben müssen. Im Gegenteil - die Arbeiten die Dr. Wahl gezeigt hat, waren absolut natürlich und haben mich beeindruckt. Die Lachfalten beispielsweise sind geblieben, die Mimik der Gesichter war absolut lebendig.

© 2015 Pharm-Allergan GmbH
Auch bei Sybille, 54 (rechts im Bild), einem der aktuellen Juvéderm Kampagnen-Models (die Testimonials sind alles echte "Normalpatientinnen"), die sich bereit erklärt hatte, uns für Fragen zur Verfügung zu stehen. Der Eindruck den die Gesichter auf mich machten war erholt, frisch und trotz Fältchen einfach jünger.

Ebenfalls spannend zu sehen, war, dass die so verteufelten Falten nur eine untergeordnete Rolle spielen bei der Alterseinschätzung eines Menschen, viel entscheidender ist die Gesichtkontur und deren Elastizität.

Meine Meinung zum Thematik Unterspritzung hat sich an diesem Tag tatsächlich verändert. Bisher stand ich auf dem Standpunkt (und dabei waren IMMER alle Formen von medizinischer Indikation ausgenommen), dass ich solche Eingriffe für mich uninteressant finde. Mittlerweile kann ich mir aber vorstellen (unter der Vorraussetzung, mich irgendwann in meiner Haut nicht mehr wohlzufühlen) mit professioneller, ärtzlicher Hilfe einen Eingriff dieser sanften Art vornehmen zu lassen.

Natürlich muss das letztlich jeder für sich selbst entscheiden – auch ich vielleicht irgendwann einmal ;) Für mich bleibt als Ré­su­mé, dass ich Frauen und Männer, die diesen Schritt gehen, verstehen kann. Wenn das Ergebnis gelungen ist und die Patienten im Anschluss glücklicher durch's Leben gehen - so what! Wer wäre ich denn da, das zu kritisieren oder zu verurteilen.

Wie steht Ihr zu dem Thema?
LG Chrissie

Kommentare

  1. Hallo Chrissie
    wieder ein spannendes Thema, dem ich auch recht offen gegenüber stehe.
    Was spricht dagegen, meine kleinen Falten etwas unsichtbarer zum machen, wenn ich mich danach besser fühle, wohl nichts.
    Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden, da hast du vollkommen recht.
    Toller Post.
    Liebe Grüße
    Gaby
    www.stylishsalat.com

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  2. Hallo Chrissie, sehr interessantes Thema. Ich habe überhaupt nichts gegen Schönheitsoperationen wenn sie etwas verbessern.
    Liebe Grüße Tina

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  3. It's so interesting;) kiss

    http://denimakeup95.blogspot.it/

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